VENI, VIDI, GUSTI #17

Genießen für den Seelenfrieden

„NOW YOU´RE IN NEW YORK, THESE STREETS WILL MAKE YOU FEEL BRANDNEW, BIG LIGHTS WILL INSPIRE YOU, LET´S HEAR IT FOR NEW YORK (Jay Z and Alicia Keys)

Lange haben wir geplant und jetzt ist es endlich soweit: Meine Tochter und ich sitzen im Flieger nach New York City! Die Hauptfragen waren für uns: Manhattan oder Williamsburg/Brooklyn? Hotel oder Wohnung? Nun, wir haben uns entschieden. Eine Wohnung in Williamsburg halten wir für die bessere Alternative für einen 10-tägigen Aufenthalt, als ein klassischer Trip mit Hotel in Manhattan.

Skyline von Manhattan vom East River Park aus gesehen
Skyline von Manhattan vom East River Park aus gesehen

Während Manhattan seit Jahrzehnten sozusagen das Aushängeschild des Big Apples ist, hat sich Brooklyn, oder besser gesagt Teile davon, in den letzten 15 Jahren vom Multi-Kulti-Wohnbezirk zum alternativ angesagten Stadtteil entwickelt.

Besonders Williamsburg mit seine Nähe zu Manhattan – 3 Stopps mit der U Bahn L Train von der trendigen Bedford Avenue zum Union Square in Manhattan – kann mit einer lebhaften Musik- und Kunstszene, Parks, Roof Top Bars, Märkten, gemütlichen Shoppingzügen und dem Blick auf die Skyline von Manhattan punkten. Und wir haben ebendort ein gemütliches Appartement mit netten Lokalen um die Ecke gemietet.

Im Flieger machen wir es uns gemütlich in unserer Zweierreihe. Mit großer Vorfreude und vielfältiger Bordunterhaltung vergehen die acht Stunden wirklich wie im Flug und als wir uns im Landeanflug auf den Big Apple befinden, setzt ein Kribbeln der freudigen Erwartung ein. Noch gilt es die Einreise hinter uns zu bringen und allen negativen Erzählungen zum Trotz, ist diese schnell erledigt. Auch das unkomplizierte Telefonat mit der Vermieterin und die halbstündige Fahrt, die uns bereits erste Eindrücke und sogar ein paar erhaschte Blicke auf die Skyline Manhattans erlaubt, erfüllt uns gleich zu Beginn mit großer Zufriedenheit.

Angekommen in Williamsburg, in der Herbert Street, erwartet uns die Vermieterin bereits und übergibt uns eine wirklich nette kleine Wohnung, in der wir uns sofort wohlfühlen. Das Wetter, herrlich spätsommerlich warm, lädt uns ein, für den ersten Nachmittag einmal die nähere Umgebung zu erkunden. Wir spazieren von unserem Quartier in Richtung Graham Avenue und stellen fest, dass es dort unglaublich viele nette kleine Lokale gibt. Da wird es wohl nicht schwierig werden, unsere Abende gemütlich zu verbringen.

Williamsburg Bedford Avenue
Williamsburg Bedford Avenue

Wir entdecken, dass wir zur L Train keine zehn Minuten gehen müssen oder den Bus B43 für 2 Stopps nehmen können und auf dem Weg dorthin fällt uns gleich das Blue Stove, eine nette Kaffee Bar, auf, die während des gesamten Urlaubs unsere erste Station am Morgen werden sollte. Wir entscheiden uns dafür, uns was Nettes fürs Abendessen in der direkten Umgebung zu suchen.

Die Auswahl fällt auf den Hummus Market. Das kleine Lokal wurde von zwei Freunden, die um die halbe Welt gereist sind und sich in New York gefunden haben, gegründet. Sie legen Wert darauf, kulturelle Vielfalt zu vermitteln und die saisonalen Speisen reflektieren kulinarische Traditionen der mediterranen Küche. Zudem wird ausdrücklich auf „glutenfree options“ hingewiesen und werden auch andere Lebensmittelallergien berücksichtigt. Das reizende Lokal hat einen ebenso kleinen Gastgarten, der ausgesprochen ansprechend gestaltet ist. Blumentöpfe, Kräutertöpfe und feine Beleuchtung – eine kleine Oase! Der Prosecco schön kalt, das Essen ausgezeichnet, die Bedienung herzlich und auskunftsfreudig. So erleben wir unseren ersten Abend keine zwanzig Geh- und Fahrminuten von Manhattan, in diesem ruhigen und gelassenen Hinterhof, der uns so gar nicht an Metropole denken lässt.

Gastgarten Hummus Market
Gastgarten Hummus Market

Wir erörtern unsere Pläne für die nächsten Tage und machen uns wohl gelaunt auf den Heimweg, zufrieden mit dem gelungenen Urlaubsstart!

Glutenfree Artisan Bread with Labneh

(die meisten Rezepte aus den USA werden mit der Maßeinheit cup angegeben – ich habe die Mengen in Gramm umgerechnet)

480 ml warmes Wasser
80 ml Olivenöl
3 Esslöffel Honig
2 Teelöffel Apfelessig
2 Teelöffel Trockenhefe
50 g Chiasamen
180 ml Wasser – Zimmertemperatur
480 g glutenfreies Mehl (z. B.:1/3 Amaranth Mehl, 1/3 Quinoa Mehl, 1/3 Hirsemehl)
180 g Tapiokastärkemehl
180 g Kartoffelstärke
1 ½ Esslöffel Xanthan oder Guarkernmehl
1 Esslöffel Meersalz
Für den Labneh Aufstrich: 300 g Joghurt (ev. auch Ziegenmilchjoghurt) und 1 Teelöffel Salz

Backrohr auf 180 Grad vorheizen. In einer Schüssel das warme Wasser, Olivenöl, Honig und Apfelessig mischen – die Trockenhefe einrühren und warten bis die Mischung leichte Bläschen schlägt. In einer anderen Schüssel Chiasamen mit dem Wasser auf Zimmertemperatur mischen. In einer großen Schüssel die Mehlmischung mit dem Xanthan oder Guarkernmehl, Salz, der Tapiokastärke und der Kartoffelstärke gut durchmischen. Die Essig/Hefemischung und die Chiasamen mit dem restlichen Wasser zugeben und 2 bis 3 Minuten mit dem Mixer durchrühren – dann auf ein mit glutenfreiem Mehl bemehltes Brett geben und durchkneten. Danach entweder 2 Brote oder mehrere kleine Brötchen formen – mit einem Tuch abdecken und 20 -30 Minuten gehen lassen. Ca. 40 min backen (die kleinen Brötchen entsprechend kürzer) – ein Fleischthermometer ist hilfreich – wenn die Kerntemperatur 100 Grad Celsius erreicht hat, ist das Brot fertig. Komplett auskühlen lassen.

Schmeckt ausgezeichnet mit Labneh – für den Aufstrich 300 Gramm Joghurt mit dem Salz verrühren – ein Mulltuch in ein Sieb legen und die Mischung hineinlehren – ca. 12 Stunden abtropfen lassen – im Mulltuch verbleibt herrlicher Frischkäse!
Jetzt nur mehr genießen!

Brot mit Labneh und Blueberrybrownie
Brot mit Labneh und Blueberrybrownie

Glutenfree Blueberry Brownies

160 g gute Kochschokolade
125 Gramm Butter oder Kokosfett
1 starker Espresso
4 Eier
140 Gramm Rohrzucker
120 Gramm glutenfreies Mehl (z.B.: 1/3 Buchweizenmehl, 1/3 Kokosmehl, 1/3 Mandelmehl)
1 Prise Salz
300g Blaubeeren
Für die Glasur150 g gute Kochschokolade und 50 g Butter oder Kokosfett

Eine rechteckige Backform (ca. 20×24) mit Backpapier auslegen. Die Kochschokolade mit der Butter oder dem Kokosfett langsam schmelzen lassen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Eier mit dem Zucker aufschlagen, Espresso, Mehl und Salz zufügen und durchmixen. Zuletzt die etwas abgekühlte Schoko/Buttermischung und die Blaubeeren unterrühren. Den Teig in die Backform füllen und ca 35 Minuten backen. Danach in der Form auskühlen lassen. Inzwischen für die Glasur die Kochschokolade und Butter oder Kokosfett langsam schmelzen und gleichmäßig auf die abgekühlten Brownies verteilen. Fest werden lassen und in ca. 12 Stücke schneiden. Mit einer Tasse Kaffee genießen.

Blueberry Brownies
Blueberry Brownies